Liebe Mitbürger,
zunächst vielen Dank für Ihre großartige Unterstützung des Bürgerbegehrens. Wir konnten über 400 Unterschriften bei der Gemeinde einreichen. Das Bürgerbegehren wurde zugelassen. Der Bürgerentscheid wird am 03.11.2019 stattfinden.
Wir sind nicht gegen das Bauen
Wie Sie ja alle wissen, sind wir nicht gegen das Bauen in Burghaslach. Uns geht es darum, WO gebaut wird. Das von der Gemeinde angestrebte Neubaugebiet ist überdimensioniert, Anbindung und Infrastruktur sind unpassend. Zudem widersprechen die Planungen den Vorgaben der Bay. Staatsregierung zur Flächenkreislaufwirtschaft.
Sinnvoller ist es, Leerständen entgegenzuwirken, bestehende Baulücken zu schließen und andere Standorte für kleine Baugebiete zur Ortsabrundung zu erschließen, damit sich der Ortskern zu einem lebendigen Zentrum entwickeln kann.
Dass unsere Forderung nicht aus der Luft gegriffen sind, zeigt auch, dass die Kommunale Allianz FRANKEN 3, zu der auch Burghaslach gehört, im Mitteilungsblatt Nr. 15 Maßnahmen zur Innenentwicklung der Allianzkommunen mit nahezu gleicher Zielsetzung ankündigt.
Die Pläne für eine sinnvolle Ortsenwicklung sind schon lange da. Die Umsetzung fehlt
Burghaslach hat seit Jahren Sanierungspläne für die Bereiche „Mühlgründlein-BayWa“ und „Ortskern“ in den Schubladen liegen. Genaueres hierzu kann jedermann auf den Internetseiten der Gemeinde [Bitte kopieren Sie folgenden Link in die Suchleiste Ihres Browsers: https://www.burghaslach.de/Startseite/Rathaus-und-Buergerservice/Staedtebaufoerderung/K130.htm] nachlesen.
Die gegenwärtigen Entwicklungen in Burghaslach lassen jedoch kaum eine Umsetzung dieser Sanierungspläne erkennen.
„Kein einziger gemeindlicher Bauplatz vorhanden“
Wenn der Bürgermeister verlauten lässt, es sei derzeit kein einziger gemeindlicher Bauplatz vorhanden, so wurden erhebliche Fehler in einer vorausschauenden Kommunalpolitik gemacht.
In Burghaslach wurden im Kernort immer wieder Flächen zum Verkauf angeboten, welche die Gemeinde hätte erwerben und für eine Wohnbebauung verwenden können. Für die jüngste Zeit seien hier die linke Seite des Forstbergs erwähnt, die Flächen der ehemaligen Posthalterei in der Nürnberger Straße oder auch das Höfler-Gelände. Letztere liegen gar im Geltungsbereich der Sanierungssatzung „Altort Burghaslach“.
Beim Verkauf von Grundstücken im Sanierungsgebiet hat die Gemeinde Vorkaufsrecht. Der Erwerb wird sehr hoch bezuschusst. Straße, Wasser, Kanal, Gehwege, Straßenbeleuchtung – alles ist bereits vorhanden. So fallen auch künftig keine zusätzlichen Unterhalts- und Pflegeaufwendungen an.
Warum die Gemeinde auf ihre Entwicklungsmöglichkeiten, wie sie ja in den Sanierungssatzungen vorgesehen wurden, verzichtet, kann nicht nachvollzogen werden.
Jedenfalls ist es nicht so, dass „die Bürger nicht verkaufen wollen“. Und „enteignen“ muss man auch niemanden, um Burghaslach sinnvoll weiterzuentwickeln und attraktiv zu gestalten.
Keine Gewerbeansiedlungen in Burghaslach?
Wie uns der Bürgermeister in einer Stellungnahme im Drei-Franken-Aktuell Nr. 15 erklärt, können wir in Burghaslach auch künftig nicht mit Gewerbeansiedlungen rechnen, da die geografische Lage hierfür nicht vorhanden sei.
Ist es für eine Gewerbeansiedlung entscheidend, ob man an der Autobahnausfahrt rechts oder links abbiegt? Wie genau unterscheidet sich denn unsere Lage von der Schlüsselfelds?
Dabei haben wir ja ein Industriegebiet neben der Autobahn. Nur stellen wir unsere wertvollen Industrieflächen mit Lagerhallen voll, anstatt die Grundstücke Gewerbetreibenden, die auch den einen oder anderen Arbeitsplatz im Gepäck haben, schmackhaft zu machen.
Auf Dauer kann sich eine Gemeinde nur tragen, wenn sie auf gesunden Füßen steht. Dazu gehört ein ausgewogenes Wachstum in allen Bereichen.
Dies ist umso wichtiger, wenn eine Gemeinde ihre Ausgaben jährlich erhöht. So wurden in Burghaslach allein in 2017 Bruttoausgaben von knapp 8,2 Millionen Euro getätigt. Zum Vergleich: 2013 lag dieser Betrag bei etwa 4,8 Millionen.
Bevölkerungsentwicklung
Burghaslach wächst nur flächenmäßig. Die Bevölkerungsentwicklung stagniert seit Jahrzehnten.
Laut Kommunalstatistik hatte Burghaslach im Jahr 1840 mit 2.706 Bürgern mehr Einwohner als 2017 (2.529).
Die stolz verkündeten steigenden Einnahmen am Einkommensteueranteil sind also mehr der allgemeinen Lohnentwicklung geschuldet als einer positiven Bevölkerungsentwicklung.
Übrigens arbeitet die Gemeinde in ihrer öffentlichen Stellungnahme im Drei-Franken-Aktuell Nr. 15 mit falschen Zahlen, denn der gemeindliche Einkommensteueranteil lag 2013 bei 832.000 €. Der Zuwachs an den Einkommensteueranteilen ist somit wesentlich geringer als vom Bürgermeister angegeben.
Die Gemeinde hat bereits investiert
Der Ankauf der Ackerflächen ist ja keine verlorene Investition.
Nach unserer Vorstellung können Teilflächen davon mit maximal zwei Häuserreihen in Nord-Süd-Ausrichtung bebaut werden. Das entspricht etwa 20 Bauplätzen.
Die restlichen Flächen können getauscht oder als Ausgleichsflächen verwendet werden.
Wir hätten auch eine ganz andere, moderne und bürgerfreundliche Idee. Dazu aber an anderer Stelle mehr.
Burghaslach sinnvoll entwickeln
Unser Gedanken zu einer sinnvollen Ortsentwicklung finden Sie auf den folgenden Seiten.
Wenn wir Sie mit unserem Konzept überzeugen können, dann stimmen Sie bitte am 03. November 2019 mit JA für eine „Sinnvolle Ortsentwicklung“

Liebe Mitbürger,
am 13.09.2019 hat uns die Gemeinde Burghaslach per E-Mail untersagt, auf die Internetseiten des Marktes Burghaslach zu verlinken.
Wenn Sie dennoch die Satzungen zur Altortsanierung Burghaslach nachlesen möchten, so gehen Sie bitte auf der Homepage des Marktes Burghaslach auf den Menüpunkt „Rathaus und Bürgerservice“ und dort auf „Städtebauförderung“.
Alternativ können Sie auch direkt in der Gemeinde vorsprechen und die Einsichtnahme in die Satzungen verlangen.
Zur Vorgehensweise der Gemeinde sei angemerkt, dass der BGH das Verlinken erlaubt, wenn die entsprechenden Inhalte auf den tieferliegenden Seiten öffentlich zugänglich, also nicht gesondert geschützt sind. Das gilt auch dann, wenn der Verlinkte dies nicht wünscht.
Andererseits verschanzen WIR uns nicht hinter Gemeinde- und sonstige Verordnungen. Auch beginnen wir kein Gespräch mit den Worten „Keine Diskussion“. Vielmehr respektieren wir die Meinung anderer.
Aus diesem Grund kommen wir der „Bitte“ der Gemeinde gerne nach. Verpflichtet wären wir jedoch nicht dazu!
Hallo Burghaslach.
Von Seiten des Ratsbegehrens hört man die Argumentation, dass das Baugebiet nötig sei, um zu Infrastruktur, öffentliche Einrichtungen sowie Gewerbe zu erhalten. Insbesondere wird hier auf Nachbargemeinden verwiesen, die das alles nicht mehr haben sollen.
Nun schauen wir doch mal auf unsere Nachbarn. Markt Taschendorf hat auf dem Hang in Richtung Kirchrimbach ebenfalls ein großes Neubaugebiet.
Trotzdem gibt es in Markt Taschendorf weder Bäcker noch Metzger noch einen wirklichen Supermarkt.
Auch hat Markt Taschendorf keine eigene Gemeindeverwaltung mehr, sondern ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Scheinfeld.
Nach der Logik des Ratsbegehrens müssten diese doch noch da sein wegen des Neubaugebiets.
Oder meinen sie vielleicht Oberscheinfeld. Auch hier finden wir in Fahrtrichtung Erlabronn ein großes Neubaugebiet. Aber auch hier gibt es keinen Einzelhändler. Ebenso keine Gemeindeverwaltung.
Es stimmt also, dass Gewerbe und öffentliche Infrastruktur nicht erhalten wurde. Jedoch nicht wegen des Fehlens eines Neubaugebiets, sondern trotzdem!
Und Burghaslach befindet sich auf dem gleichen Weg, wie ich in einem früheren Kommentar schonmal dargestellt habe. Wie lange wird es dauern, bis wir uns Vieles nicht mehr leisten können aufgrund der gestiegenen Pflichtaufgaben der Gemeinde bei gleichbleibenden Einnahmen?
Vielleicht hängt der Zustand von diesen Nachbargemeinden gar nicht mit den Neubaugebieten zusammen, sondern mit dem Fehlen von Gewerbe?
Vielleicht sollte man sich lieber an Nachbargemeinden wie Geiselwind, Schlüsselfeld oder Vestenbergsgreuth orientieren, die durch die Industrie gute Arbeitsplätze am Ort und durch Gewerbesteuer langfristige Einnahmen für die Gemeinde haben.
Nicht einmalige, mit hohen Unkosten verbundene Einnahmen, durch Grundstücksverkäufe!
Gruß M.T.C.
Guten Morgen M.T.C.
auch diesem Kommentar ist nichts hinzuzufügen. Vielen Dank hierfür.
Herzliche Grüße
BI Burghaslach