Zu obigen Presseartikel wurde in der FLZ am 19.12.2020 ein Leserbrief veröffentlicht, der hier nachgelesen werden kann:
Chance bereits vertan
Jahresrückblicke verleiten häufig dazu, sich vieles schönzureden und es wird ausgeblendet , wo versagt wurde.
Das Miteinander sei mittlerweile gut, behauptet das Gemeindeoberhaupt und erwartet „ordentliche“ und faire Diskussionen.
Doch wie soll das erwähnte „ Miteinander“ funktionieren, wenn Informationen nur teilweise vermittelt und fraktionsinterne Absprachen (z.B. Wahl der Bürgermeisterstellvertreter) bereits im Vorfeld getroffen werden.
Zum Thema Innenentwicklung: Wo steht die Kinderkrippe? Wo steht der neue Supermarkt?
Zählt außerdem die geplante Erweiterung des Wohnbaugebietes zu einer Monstersiedlung zum Innenbereich?
Mit dem Verzicht auf das Höflergelände wurde in Burghaslach eine historische Chance vertan, den Ort vernünftig abzurunden.
Das bitte sollte sich der Bürgermeister auf die Fahnen heften und nicht die Privatinitiative eines Investors.
E.M.

Zum Leserbrief von Richard T.
Zum besseren Verständnis: eine Opposition ist ein wesentlicher Bestandteil der Demokratie und hat unter anderem die Aufgabe die Interessen der zur politischen Minderheit gehörenden Bevölkerungsteile zu vertreten. Eine Opposition darf kritisieren und auch kontrollieren!
Ich möchte daran erinnern, dass die NBB/BfMB als zweitstärkste Fraktion gewählt wurde. Diese Gruppierung wäre nicht entstanden, wenn die Entwicklung der Marktgemeinde Burghaslach in den letzten Jahren nicht stark zur Kritik veranlasst hätte…
Erwin Münch fasst diese Kritikpunkte in seinen Leserbriefen sehr gut zusammen. Wir können uns glücklich schätzen, dass es aufgeschlossene Mitbürger gibt, die sich mit konstruktiven Gedanken über eine nachhaltige Weiterentwicklung unserer Gemeinde befassen und öffentlich ihre Meinung vertreten. Herr Münch hat kein Problem damit nicht in den aktuellen Rat gewählt worden zu sein!
Der Vergleich mit Donald Trump klingt schon sehr verzweifelt!
Abschließend ist noch zu sagen: Es ist zu hoffen, dass der neue Gemeinderat dem oft konzeptlosen Flickwerk der letzten Jahre entgegen steuert. Und…ich zitiere Angela Merkel als sie zu Wahrhaftigkeit gegenüber anderen und uns selbst aufgerufen hat: „Dazu gehört, dass wir Lügen nicht Wahrheit nennen und nicht Wahrheit Lügen.“
Ich wünsche allen, von den jüngst Covid-19 Infektionen betroffenen Familien, eine baldige und vollständige Genesung!
Frohe Weihnachten!
Chapeau, liebe S., für diesen tollen Kommentar, dem eigentlich nichts mehr hinzuzufügen ist.
Erwähnen möchte ich nur noch, dass ein Bürgermeister als Gemeindevorstand und Repräsentant sehr wohl verantwortlich dafür ist, was in seinem Ort vonstatten geht.
Wenn ein Bürgermeister im Wahlkampf davon spricht, eine Gemeinde wie ein Unternehmen führen zu wollen, dann gehört die unbedingte Bereitschaft dazu, Verantwortung zu übernehmen.
Stetig wiederkehrende Aussagen á la „Dafür kann ich nichts“ oder das stetige Wissen darüber, welche andere Behörde welche Fehlentwicklung zu verantworten habe, sind schlicht und ergreifend absurd.
Und für einen hoch dotierten hauptamtlichen Bürgermeister gilt dies noch viel mehr als für einen auch schon gut bezahlten ehrenamtlichen.
Dir, lieber E., auch von meiner Seite ein herzliches Dankeschön für all Dein Engagement und Deinen Mut, Deine – unsere – Meinung öffentlich auszusprechen.