Diskussion ja – aber nicht mit Räten?

Am 8. August hat uns unser Bürgermeister einen Kommentar übermittelt. Grund: Der letzte Kommentar zum Standort Kinderkrippe.

Wir sind zwar kein Social-Media-Kanal, haben aber seine Ansprache an „Herrn M.“ weitergeleitet. Ob bzw. wie sie reagiert, liegt nicht in unserer Hand.

Das Diskussionsangebot jedoch könnte der Bürgermeister gerne auch mir oder den anderen drei gewählten Gemeinderäten unserer Liste unterbreiten.

Wie sich in den letzten Sitzungen herausstellte, ist unser Herr Bürgermeister stets mangelhaft auf meine Anträge vorbereitet. Beim Schulwaldantrag mit Waldklassenzimmer bestand seine Vorbereitung nach eigener Aussage darin, sich ein paar Bilder im Internet angesehen zu haben.

Beim Antrag zum digitalen Straßenkataster steht auf der Gemeindeinternetseite unter anderem in der ablehnenden Begründung „Der Aufwand für die Erstellung und die Pflege erscheinen auf Nachfrage bei anderen Gemeinden hoch.“

Die Vermutung liegt jedoch nahe, dass der schlechte Zustand unserer Gemeindestraßen verschleiert werden soll. Denn nebenbei wurde erwähnt, für die Trinkwasserversorgung würde solch ein Register erstellt.

Wo liegt eigentlich überwiegend unsere Wasserversorgung? Richtig, in oder knapp neben den Gemeindestraßen. Wieso eigentlich wurde der Gemeinderat nicht vorab darüber informiert, dass ein digitales Kataster für das Trinkwassernetz erstellt wird? Welche Kosten entstehen und wer wurde mit der Erstellung beauftragt? Keinerlei Informationen!

Mein letzter Antrag zum falsch verlegten Betonpflaster wurde abgelehnt, weil das für die Planung und Bauüberwachung zuständige Ingenieurbüro den optischen Mangel nicht erkannt und die Baumaßnahme mangelfrei in Bezug auf das falsch verlegte Pflaster abgenommen hat. Somit stehen der Gemeinde keine Regressansprüche mehr zu.

Die anderen von mir beanstandeten Mängel werden hoffentlich noch behoben.

Auch bei anderen Projekten war bei der Planungsphase und Ausführung eine bessere Beteiligung des Bauausschusses seitens des Bürgermeisters ausdrücklich nicht erwünscht.

Trotzdem wurden von mir bei der Planung für das neue Gewerbegebiet am Schopfensee zwei Planungsänderungen vorgeschlagen (z.B. überflüssiger Regenwasserkanal) und umgesetzt.

Beim Neubaugebiet Breitenlohe wurde auch eine Planungsänderung vorgeschlagen, die Kosten spart. Hoffentlich wird auch diese umgesetzt.

Diese Liste ließe sich noch fortführen, z.B. Erschließung BayWA-Gelände oder Fürstenforster Straße.

Aber wie gesagt mein Antrag auf mehr Beratung und Unterstützung durch den Bauausschuss wurde besonders auf Intervention des Herrn Luther abgelehnt.

Dies zeigt, dass konstruktive Kritik nicht erwünscht ist, was bei einem narzisstischen Charakter nicht weiter verwundert. Nur allzu gerne werden unschöne Fakten und Wahrheiten verbogen, bis diese seinen Vorstellungen entsprechen.

Solange die Mehrheit der Gemeinderäte und Bürger diese Art von Politik nicht hinterfragen, wird sich auch nichts ändern.

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