Kein Umgang mit Bürgern

Zum Presseartikel „Kosten steigen noch etwas“ vom 06.05.2021 wurde in der FLZ am 08.05.2021 ein Leserbrief veröffentlicht, der hier in der ursprünglichen und ungekürzten Version nachgelesen werden kann:

Kein Umgang mit Bürgern

Ich war es, der sich nach dem Ausbau der Fürstenforster Straße erkundigte und so erstmals offiziell erfuhr, dass die Planung erfolgt ist und der Auftrag noch am selben Tag vergeben wird.

Der Aussage des Bürgermeisters, eine Information der Anlieger sei erst nach Auftragsvergabe möglich, möchte ich widersprechen. Alle übergeordneten Behörden weisen darauf hin, Bürger frühzeitig in die Planung einzubeziehen, um Ärger zu vermeiden.

Gerade die Fürstenforster Straße beinhaltet rechtlich komplizierte Fragen. So wissen wir Anwohner nicht, was mit dem nachweislich maroden Abwasserhauptkanal passieren soll, der in den Privatgrundstücken liegt. Keine Information darüber, wie die Anwesen am neuen Kanal angeschlossen werden sollen. Kein Gutachter, der die Bausubstanz der Häuser und der Einfriedungen, die teilweise gar die Straße stützen, aufgenommen hätte. Keinerlei Information, wie die Zufahrt zu den Grundstücken gewährleistet wird, wie Ärzte und Pflegedienst die hier wohnenden Senioren erreichen können.

Von einem hauptamtlichen, bauerfahrenen und christlichen Bürgermeister kann man erwarten, dass er die Zeit aufbringt, Anlieger über mehrjährige Bauvorhaben vor der Haustür zu unterrichten. Selbst wenn Herr Luther zwischenzeitlich von einem geplanten Baubeginn Mitte Mai abweicht, muss er sich nicht wundern, wenn wir Anwohner uns gegen diese Art von Politik wehren.

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