Heute erreichte uns ein Leserbeitrag zu den beiden Vorfällen an der Kinderkrippe, den wir gerne an dieser Stelle veröffentlichen:
Falscher Standort und falsch angelegter Parkplatz sorgen für erhebliche Gefahren an der neuen Kinderkrippe!
Bedauerlicherweise kam es im Bereich der neuen Kinderkrippe zu kritischen Situationen, die bei näherem Hinsehen und mit einem vernünftigen Konzept durchaus vermeidbar gewesen wären.
Bereits am 07.07.2022 entwischte ein Kleinkind aus der Tagesstätte und lief auf die Staatsstraße. Nur durch die Geistesgegenwart eines vorbeifahrenden Autofahrers konnte mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Unfall verhindert werden.
Am Ortsrand neben einer stark befahrenen Staatsstraße eine Kinderkrippe zu errichten, wurde damals von der Bürgerinitiative gerügt und für nicht sinnvoll erachtet.
Mögliche von der BI vorgeschlagene alternative Standorte sind von unserem, nicht gerade von Selbstzweifeln geplagten, Bürgermeister mit fadenscheinigen Argumenten abgelehnt worden.
Der zweite Vorfall ereignete sich am 11.07.2022, bei dem das Kind nicht so viel Glück hatte.
Ein aus dem Parkplatz rückwärtsfahrendes Auto erfasste das Kind und verletzte es leicht.
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und können das drohende Gefahrenpotenzial nicht einschätzen. Gleichzeitig sind für Fahrzeuglenker gerade kleine Kinder hinter einem Fahrzeug nicht zu erkennen.
Deshalb sollen im Bereich von Kindertagesstätten die Parkplätze so angelegt werden, dass diese sowohl vorwärts angefahren als auch vorwärts verlassen werden.
Eigentlich sollte ein Planer über dieses Wissen verfügen.
Für ältere Mitbürger nimmt die Gemeinde sehr viel Geld in die Hand, um ihnen das Leben zu erleichtern. Aber für unsere Kleinsten werden nicht einmal die einfachsten Regeln beachtet.
Die frühe Kindheit ist keine vorübergehende Krankheit, sondern sollte als Teil einer unbeschwerten Kindheit ermöglicht werden.
Der Vorteil der älteren Generation liegt natürlich auf der Hand, da sie mit ihrer Stimme die nächste Wahl beeinflussen kann.
Die kleinen Mitbürger müssen von den Entscheidungsträgern nicht umworben werden, deshalb finden ihre Belange oft wenig Berücksichtigung.
Scheibenwischer

Erfahrene Städteplaner und Landschaftsarchitekten kennen sich aus mit den Gefahrenquellen in solchen sensiblen Bereichen. Anfahrtswege und Haltestellen bzw. Parkplätze sind so zu gestalten, dass die Autofahrer nicht gezwungen werden, rückwärtszufahren.
Anders bei der Burghaslacher Kinderkrippe. Hier wurde eine konzeptlose Billigvariante à la Supermarktparkplatz gewählt. Schlimmer noch, für unseren Bürgermeister macht dies keinen Unterschied, ob Supermarktparkplatz oder Kinderkrippeparkplatz. Aber inzwischen kennen wir ja seine Arbeits- und Denkweise. Zusammen mit seinem Lieblingsplaner aus Würzburg hat er ja schon mehrere Projekte, nicht gerade planerische Glanzleistungen, abgewickelt.
Erfahrene Maurermeister kennen sich ebenfalls aus. Gemeinderat Christian Hofmann hat desöfteren auf die Fehlplanung des Krippenparkplatzes hingewiesen. Nur hat es Herrn L. nicht interessiert.
Wenn man sich überlegt, was in der letzten Zeit hätte besser laufen können:
– Ein Supermarkt mitten im Hochwassergebiet, der beim ersten Starkregen überflutet wird. In Zeiten des Klimawandels dürfen wir nicht darauf hoffen, das gefürchtete 100jährige Hochwasser bereits überstanden zu haben. Auch Burghaslach wird von katastrophalen Starkregenereignissen nicht verschont bleiben.
– Ein kleines Neubaugebiet, das wie ein Abenteuerspielplatz nebst Skaterbahn anmutet. Wo sind eigentlich die ganzen Bauwilligen, die jeden Tag bei Herrn L. wegen Bauplätzen anrufen?
– Der Neubau einer Kinderkrippe mehr oder weniger im Gewerbegebiet direkt an einer viel befahrenen Staatsstraße, obwohl der bestehende Kindergarten ebenfalls stark sanierungsbefürftig ist und es sinnvoller gewesen wäre, EINE vernünftige Lösung anzugehen.
– Das mangelnde Interesse des Bürgermeisters an dem Bau einer Fernwärmeanlage. Interessierten Bürgern wiederum wird der Anschluss verwehrt.
– Oder auch die Probleme beim Abriss des BayWa-Gebäudes.
Wir Burghaslacher wären eigentlich in der glücklichen Lage, erfahrene Handwerker und Handwerksmeister im Gremium zu haben.
Nur was nützt es, wenn dieses Fachwissen, das auch noch kostenlos zur Verfügung stünde, nicht erwünscht ist?
Vielleicht wagt der Gemeinderat nochmals einen Versuch, unsere Führungsriege doch noch dazu zu bewegen, künftig den Bauausschuss frühzeitig in die Planungen einzubeziehen?
Für unsere Gemeinde wäre es definitiv ein Gewinn.
Ich würde wirklich gerne etwas Positives über unseren Bürgermeister schreiben. Naja, er ist ja ganz nett.
Aber wenn ich in der Wochenendausgabe der FLZ lesen muss, dass die neue Kinderkrippe überbelegt ist, dann komme ich zu den Schluss, nett reicht eben nicht.
Wir von der BI haben seit jener Bürgerversammlung am 13. März 2019 immer wieder auf die Folgekosten eines überdimensionierten Baugebietes in Bezug auf die kommunalen Pflichtaufgaben hingewiesen.
Jetzt haben wir noch gar kein neues Baugebiet, aber eine neue Kinderkrippe, die bereits zu klein ist.
Herr L. sollte nicht hoffen, dass die Familien aus dem Rimbachgrund ihre Kinder weiterhin nach Markt Taschendorf bringen. Er sollte hoffen, dass Markt Taschendorf weiterhin freie Kapazitäten hat, um auch Burghaslacher Kinder aufzunehmen.
Nein, eigentlich sollte er aufhören, ständig nur zu hoffen und endlich damit anfangen, über eine sinnvolle Entwicklung unserer Gemeinde nachzudenken.