Wir kennen keine (erforderliche!) Wohnbauflächenbedarfsanalyse für Burghaslach.
Wir nehmen aber gerne die Mühe auf uns, die Zahlen aus der Kommunalstatistik 2018 für Burghaslach heranzuziehen, um uns eigene Gedanken hinsichtlich des Bedarfs weiterer 42 + x Bauplätze zu machen.
Laut Kommunalstatistik standen in der Gemeinde Burghaslach im Jahr 2014 792 Wohnhäuser. 2017 waren es 813. Das entspricht einem Zuwachs von 21 Häusern in 4 Jahren.
Im gleichen Zeitraum blieb die Bevölkerungsentwicklung nahezu konstant. Die Bruttoausgaben der Gemeinde hingegen schossen in die Höhe und betrugen im Jahr 2017 rund 8,19 Millionen Euro.
Die Kostenexplosion im Ausgabenbereich ist weitestgehend den gemeindlichen Pflichtaufgaben, insbesondere der Fernwasserversorgung Rimbachgrund, geschuldet.
Anstehende Pflichtaufgaben werden auch in den nächsten Jahren hohe Ausgaben nach sich ziehen. Denken Sie nur an den Kinderkrippenbau, der derzeit mit 3,6 Millionen Euro veranschlagt ist – ohne Erschließungskosten, ohne Außenanlagen, ohne Innenausstattung!
Und dann auch noch ein überdimensioniertes Neubaugebiet, welches neben den eigentlichen Erschließungskosten hohe Folgekosten produziert?
Nach §57 der Bayerischen Gemeindeverordnung sollen Gemeinden „in den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit die öffentlichen Einrichtungen schaffen und erhalten, die nach den örtlichen Verhältnissen für das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Wohl und die Förderung des Gemeinschaftslebens ihrer Einwohner erforderlich sind.“
Bei Ausgabensteigerungen, wie sie in Burghaslach vorliegen, sind die Grenzen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erreicht. Ein Neubaugebiet in der geplanten Dimension ist wirtschaftlicher und ökologischer Unsinn.
Wozu 42 + x Bauplätze?
Die Gemeinde erschließt derzeit eine Fläche „Forstberg“ für Wohnbebauung mit 6 bis 7 Bauplätzen.
Zusätzlich wird das ehemalige BayWa-Areal für eine Wohnbebauung erschlossen, welches mit der Variante „Reihenhäuser – Geschosswohnen“ in das Förderprogramm „Innen statt Außen“ aufgenommen wurde.

(Quelle: Drei-Franken-Aktuell Nr. 4/2019, Seite 11)
Auf der Skizze sind 15 geplante Neubauten markiert.
Wenn in der Gemeinde jährlich 5 bis 6 Wohnhäuser fertiggestellt werden und die Gemeinde aktuell im Kernort Wohnraumflächen für etwa 21 Bauplätze erschließt, dann sollte doch unser Vorschlag einer Begrenzung des geplanten Gebiets auf maximal 2 Häuserzeilen, was ja nochmals 20 zusätzlichen Bauplätzen entspricht, mehr als akzeptabel sein.


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