Drei-Franken-Aktuell

Im Mitteilungsblatt Drei-Franken-Aktuell Nr. 15, erschienen am 26.07.2019, veröffentlichte der Bürgermeister auf Seite 14 eine ellenlange Stellungnahme zu der Unterschriftensammlung für das Bürgerbegehren „Sinnvolle Ortsentwicklung“, die wir nicht unkommentiert lassen wollen.

Nachfolgend finden Sie unsere Antwort, wie sie der Gemeinde mit der Bitte um Abdruck übergeben wurde, was die Gemeinde jedoch abgelehnt hat.

Liebe Mitbürger,
vielen Dank für Ihre großartige Unterstützung des Bürgerbegehrens „Sinnvolle Ortsentwicklung“. Wir konnten über 400 Unterschriften bei der Gemeinde einreichen. Der Bürgerentscheid wird am 03.11.2019 stattfinden.
Wir sind nicht gegen das Bauen in Burghaslach. Uns geht es darum, WO gebaut wird.
Seit Jahrzehnten wächst Burghaslach nur flächenmäßig. Die Bevölkerungsentwicklung stagniert. Laut Kommunalstatistik hatte Burghaslach im Jahr 1840 mit 2.706 Bürgern mehr Einwohner als 2017 (2.529).
Das von der Gemeinde angestrebte Neubaugebiet ist überdimensioniert, Anbindung und Infrastruktur sind unpassend. Zudem widersprechen die Planungen den Vorgaben der Staatsregierung zur Flächenkreislaufwirtschaft.
Wir streben an, Leerständen entgegenzuwirken, bestehende Baulücken zu schließen und andere Standorte für kleine Baugebiete zur Ortsabrundung zu erschließen, damit sich der Ortskern zu einem lebendigen Zentrum entwickeln kann.
Dass unsere Forderungen nicht abwegig sind, zeigt, dass die Kommunale Allianz FRANKEN 3, zu der auch Burghaslach gehört, im Mitteilungsblatt Nr. 15 Maßnahmen zur Innenentwicklung der Allianzkommunen mit nahezu gleicher Zielsetzung ankündigt.
Burghaslach hat seit Jahren Sanierungspläne für die Bereiche „Mühlgründlein-BayWa“ und „Ortskern“ in den Schubladen liegen. Genaueres hierzu kann jedermann auf den Internetseiten der Gemeinde nachlesen. [Bitte kopieren Sie folgenden Link in die Suchleiste Ihres Browsers: https://www.burghaslach.de/Startseite/Rathaus-und-Buergerservice/Staedtebaufoerderung/K130.htm]
Die gegenwärtigen Entwicklungen in Burghaslach berücksichtigen diese Sanierungspläne jedoch nicht im ausreichenden Maße.
In Burghaslach wurden im Kernort immer wieder Flächen zum Verkauf angeboten, welche die Gemeinde hätte erwerben und für Wohnbebauung verwenden können. Für die jüngste Zeit seien hier die linke Seite des Forstbergs erwähnt, die ehemalige Posthalterei oder auch das Höfler-Areal. Letztgenannte liegen im Geltungsbereich der Sanierungssatzungen.
Beim Verkauf von Grundstücken im Sanierungsgebiet hat die Gemeinde Vorkaufsrecht. Der Erwerb wird sehr hoch bezuschusst. Straße, Wasser, Kanal, Gehwege, Straßenbeleuchtung – alles ist bereits vorhanden. So fallen auch künftig keine zusätzlichen Unterhalts- und Pflegeaufwendungen an.
Weshalb die Gemeinde auf ihre innerörtlichen Entwicklungsmöglichkeiten, wie sie ja in den Planungen vorgesehen sind, verzichtet, ist uns nicht bekannt.
Jedenfalls ist es nicht so, dass „die Bürger nicht verkaufen wollen“. Und „enteignen“ muss man auch niemanden, um Burghaslach sinnvoll weiterzuentwickeln und attraktiv zu gestalten.
Laut Bürgermeister können wir in Burghaslach auch künftig nicht mit Gewerbeansiedlungen rechnen, da die geografische Lage hierfür nicht vorhanden sei.
Ist es für eine Gewerbeansiedlung entscheidend, ob man an der Autobahnausfahrt rechts oder links abbiegt? Wie genau unterscheidet sich denn unsere Lage von der Schlüsselfelds? Wir meinen, dass plausible Antworten auf diese Fragen bislang fehlen.
Fraglich ist es unserer Meinung nach jedoch, unsere Industrieflächen mit Lagerhallen vollzustellen, anstatt die Grundstücke Gewerbetreibenden, die auch den einen oder anderen Arbeitsplatz im Gepäck haben, anzubieten.
Gewerbeansiedlungen sind umso wichtiger, wenn eine Gemeinde ihre Ausgaben aufgrund anstehender Pflichtaufgaben jährlich erhöhen muss. So wurden in Burghaslach allein in 2017 Bruttoausgaben von knapp 8,2 Millionen Euro getätigt. Zum Vergleich: 2013 lag dieser Betrag bei etwa 4,8 Millionen.
Die besonders hervorgehobenen steigenden Einnahmen am gemeindlichen Einkommensteueranteil, die mehr der allgemeinen Lohnentwicklung geschuldet sind als einer positiven Bevölkerungsentwicklung, reichen zur Refinanzierung der exorbitanten Ausgaben bei Weitem nicht aus.
Übrigens arbeitet die Gemeinde in ihrer Stellungnahme mit falschen Zahlen, denn der gemeindliche Einkommensteueranteil lag 2013 bei 832.000 €. Der Zuwachs an den Einkommensteueranteilen ist somit wesentlich geringer als vom Bürgermeister angegeben.
Auf Dauer kann sich eine Gemeinde nur tragen, wenn sie auf gesunden Füßen steht. Dazu gehört ein ausgewogenes Wachstum in allen Bereichen.
Weitergehende Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.pro-burghaslach.de
Christian Hofmann
BI Sinnvolle Ortsentwicklung

13 Kommentare

  1. Auch wir hätten gern unsere Unterschrift gegeben wenn wir davon Kenntnis gehabt hätten. Leider war das nicht der Fall, auch die Zeitung Drei Franken Aktuell wird bei uns nicht immer gebracht, woran es liegt wissen wir nicht.

    • Hallo G. M.,
      vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihr Interesse am Bürgerbegehren.
      Es tut uns sehr leid, dass Sie keine Gelegenheit hatten, das Bürgerbegehren zu unterzeichnen. Umso mehr freuen wir uns, Sie nunmehr doch noch in den Reihen der Befürworter begrüßen zu dürfen.
      Wir arbeiten mit Hochdruck an der Fertigstellung dieser Internetseiten, damit sich alle Bürger über den aktuellen Stand und die weiteren Vorgehensweisen hinsichtlich des anstehenden Bürgerentscheids informieren können – auch dann, wenn die Flyer mal nicht den Weg in den Briefkasten finden sollten.

  2. Hallo liebe bi, ich finde es toll was ihr macht. Dass man solche Gedanken überhaupt denkt in unserem schon immer von wohl weitblickenden und uneigennützig ehrenamtlichen kommunalen Würdenträgern geleitetem und wohlmeinend geführtem Ort, ist doch schon verwunderlich. Ich habe unterschrieben und bin von den Argumenten der bi überzeugt, mich hat auch (noch) kein gmaarood angeraunzt deswegen. Ich finde es einfach traurig , dass man unnötig noch mehr unserer schönen steigerwaldlandschaft, die ohnehin schon flurbereinigt für die agrarunternehmer( früher Bauern genannt) fast keine Lebensräume mehr für andere erdmitbewohner übriglässt versiegelt mit einem ikon und beton wohngetto für Autobahn Pendler. Im Ort gäbe es genug lücken und Möglichkeiten. Dies sehe ich so als hosler altbürger und deshalb unterstütze ich euch. Eier hosler liedermacher

  3. Hallo Bürgerinitiative,
    die gelb markierten Flächen sind ja nun auch nicht gerade Altort. Zudem: wenn man das Gelände kennt, Steilhang oder genutzte Hallenanlagen. Ausserdem frage ich mich, welchen Unterschied es macht, ob es nun der eine Acker ist, oder der andere. Es ist doch schoen, wenn Menschen zu uns kommen wollen. In anderen Orten kommt gar keiner mehr. Und wenn man bedenkt welchen Argumenten Gewerbetreibende ausgesetzt sind, wundert es mich manchmal nicht, dass auch hier sich die Ansiedlung sehr gut überlegt wird. Nein, ich verstehe die Ursache und auch die Argumentation der BI nicht. Auch die Anzahl der Bürger mit einem Vorkriegsjahrgang zu vergleichen ist unrealistisch. Wievele Wohngebiete fahren denn in anderen Städten und Doerfen ueber eine Zufahrtsstrasse zum Ortsschild? An an den Orteinfahrtsstrassen fahren noch viel mehr vorbei. Schade dass hier so ein Tumult entsteht, sollte das wirklich so unser Problem sein? Möglichst keine Veränderungen, weil früher alles ganz anders war? Ich bin nun auch schon sehr lange Burghaslacherin, und meine dass Frei-Gruenflächen zwischen den Wohngebieten auch nicht schlecht sind. Freundliche Gruesse, C.Z.

    • Liebe C.Z.,
      auch Dir vielen Dank für Deinen Kommentar.
      Wenn unsere Argumentation bislang nicht verstanden wird, dann versuchen wir es gerne noch einmal.
      Ob dieser oder jener Acker, spielt keine Rolle. Aber es ist ein Unterschied, ob sich eine Trabantensiedlung wie ein Geschwür Richtung Niederndorf in die Landschaft frisst oder ob man Bauflächen ausweist, die es einem Ortskern erlauben, Zentrum zu bleiben. Das funktioniert unserer Meinung nach durch eine OrtsabRUNDung.
      Wir fokusieren unsere Vorschläge aber nicht nur auf den Altort. So sind die gelb markierten Flächen innerörtliche Gebiete, die alternativ zu den geplanten Standort bebaut werden könnten. Ja selbst am geplanten Ort können wir uns mit zwei weiteren Häuserreihen anfreunden. Aber bitte im Anschluss an die bestehende Siedlung und in N-S-Ausrichtung.
      Eine Stärkung des Altortes macht durchaus Sinn. Denn dort findet Abwanderung statt. Abwanderung bedeutet Leerstände, obwohl die technische Infrastruktur vollständig vorhanden ist und finanziert werden muss. Ferner sind Gewerbetreibende, Einzelhändler und Dienstleister im Kernort, da Mischgebiet. In reinen Wohngebieten ist eben nur Wohnen erlaubt. Und genau dieses Gewerbe im Altort ist auf ein lebendiges, aktives und attraktives Umfeld angewiesen. Autobahnpendler, wie es sehr treffend in einem anderen Kommentar formuliert wurde, helfen diesen Gewerbetreibenden kaum bis gar nicht.
      Mit Hallenanlagen ist sicherlich das ehemalige Höfler-Areal gemeint? Nun, die Eigentümer sind ja bereit, dieses zu verkaufen. Die Gemeinde hat sogar eine eigene Sanierungssatzung für diesen Bereich erstellt und ganz ehrlich: Es wäre ein tolles Wohngebiet. Wir hoffen, die Gemeinde nutzt ihre Möglichkeiten und setzt die vorhandenen Planungen um, zumal auch hohe Zuschüsse von 60 – 80 %, für strukturschwache Gemeinden gar bis 90 % winken (Förderprogramm „Innen statt Außen“)
      Ein Vergleich der Einwohnerstatistik ist auch gerechtfertigt. Zum einen sind es die offiziellen Zahlen. Zum anderen zeigt es, dass trotz riesiger Neubauflächen kein Bevölkerungszuwachs stattfindet. Burghaslach wächst nur in der Fläche.
      Noch ein Wort zum Verkehrsaufkommen. Verkehrszählungen haben in der Fürstenforster Straße (Schulweg!) ein Verkehrsaufkommen von über 100 Fahrzeugen pro Stunde ergeben. Es ist den Bewohnern nicht zumutbar, noch mehr Verkehr zu ertragen. Die Gemeinde ist für die Belange aller Bewohner zuständig. Und in diesem Fall ist es Aufgabe der Gemeinde, ein tragbares Verkehrskonzept zu entwickeln, bevor weitere 40 + x Bauplätze hinzu kommen.
      Aber viele dieser Probleme relativieren sich, wenn einfach vernünftig nachgedacht wird und Baulücken geschlossen bzw. Leerstände vermieden werden.
      „Möglichst keine Veränderungen, weil früher alles ganz anders war?“ Falsch! Auch wir wollen Burghaslach verändern. Aber Burghaslach soll sein Gesicht nicht verlieren.

  4. Hallo BI

    eine Trabantenstadt ist schon mal was ganz anderes. Und ein Geschwür ist höchstens wenn man reiserische Worte verwendet. Es ist recht leicht mit anderer Leute Geld und Grund zu planen. Jedenfalls ist die Erschließung auf einem Gebiet sehr viel günstiger als an 5 anderen Ecken anzufangen, was zudem zur Verdichtung beitraegt. Auf welche Höhe sollen denn die qm-Preise steigen, wenn die Vorbereitung zu einem brauchbaren Baugrundstück schon aufwendig ist. Welcher Bauherr moechte mit Stahlbetonstuetzwaenden am Steilhang bauen? Auch Autobahnpendler finden bei uns ihr zu Hause, na und? Viewiele Autos fahren denn durch die Würzburger, Neustaedter und Nürnberger Str. und wieviele LKW und Traktoren. Und Altorte sind überall, nicht nur in Burghaslach mit Altbausubstanz belastet. Dies waere aber dann ein Grundpolitisches Baufoerderungsproblem, dafür kann die Gemeinde nichts.
    Nein,wirklich überzeugt mich die BI Argumentation nicht. Wieso bildet die BI eigentlich nicht ein Gemeinschaftskonto ein, kauft die gewünschten Grundstücke und macht Baugrundstück daraus?
    Freundliche Grüße
    C. Z.

    • Guten Morgen, liebe C.
      Trabantensiedlung trifft die Sache sehr gut. Ob unser Vergleich reißerisch ist oder nicht, das mag jeder mit sich selbst ausmachen. Anschaulich ist er alle mal.
      Wir planen nicht mit anderer Leute Geld und Grund. WIR nicht. Im Gegenteil. Wir machen uns Gedanken, wie man Burghaslach langfristig zu einer soliden, lebens- und liebenswerten Gemeinde fortentwickeln kann.
      Neubaugebiete sind der einfachste Weg, neue Wohnraumflächen zu schaffen. Sie sind mittel- und langfristig aber teurer als Investitionen im Kernort. Nicht umsonst hat sogar die Bayerische Landesregierung Maßnahmen zu einer Flächenkreislaufwirtschaft und Vorgaben zum Flächenverbrauch in Bayern getroffen.
      Baulandpreise steigen mit jeder neuen Erschließung. Das hat zum einen mit der Refinanzierung der Erschließungskosten, zum anderen mit der Verknappung des Angebotes zu tun.
      Und von welchem Steilhang sprichst Du? Den Forstberg? Nun, diese Wiese ist nicht steiler als die bebauten Häuserzeilen darüber. Und genau diese Wiese wird bereits von der Gemeinde erschlossen. Weitere Hanglagen, die wir als alternative Bauflächen aufgezeigt haben, fallen mir gerade nicht ein.
      Die Verkehrsbelastung ist auf allen Zufahrtsstraßen enorm. Unterschied zur Fürstenforster Straße ist jedoch, dass dieses Wohngebiet einst am Ortsrand lag und mehr oder weniger ein Flurbereinigungsweg hoch zu den Äckern war. Eine weitere Belastung der Anwohner ist nicht zumutbar.
      Stell Dir das doch so vor, als würde der Hang hoch nach Buchbach mit Häusern für etwa 800 Personen bebaut und all diese Bürger fahren mehrmals täglich an den fünf Anwesen in der Buchbacher Straße vorbei. Plus Baustellenverkehr. Glaub mir: Es würde auch Dir nicht gefallen.
      Altbausubstanz gibt es überall, das ist richtig. „Belastet“ ist man damit jedoch nur, wenn man nicht vorausschauend plant und die Altbausubstanz verkommt. Genau dem möchten wir entgegenwirken. Viele Gemeinden machen vor, welche Maßnahmen fruchten. Ein paar davon haben wir auf unseren Seiten verlinkt. Bauförderung hierfür ist vorhanden. Die Gemeinde müsste handeln.
      Zu Deiner Anspielung, die Initiatoren sollen Grundstücke kaufen und Bauland daraus machen, folgende Anmerkung: Gemeinden werden für Aktivitäten in diesen Bereich hoch bezuschusst, Privatbürger nicht. So erhalten Gemeinden ein Instrument, eine sinnvolle Ortsentwicklung und Gestaltung ihrer historischen Ortskerne selbst in die Hand zu nehmen. Burghaslach hat bereits 2013 mit den Satzungen zur Altortsanierung die Voraussetzungen hierfür geschaffen. Die Umsetzung müsste eben konsequenter betrieben werden.

  5. Hallo Bürgerinitiative,

    die gelb markierte Fläche zwischen Fuerstenforster Str. und Baugebiet 1 ist schon steil, wuerde ich sagen.
    Eine Trabantenstadt ist eine „fast selbständige grosse Grossstadtrandsiedlung“ und manche Bauvorhaben sind ohne Zuschuss und die damit verbundene Planungsvorgabe günstiger als mit Zuschuss, wenn es einfach bleibt.
    Nun, und in den Buchbacher Äckern muss der Eigentümer erstmal wollen, hier waere zunächst auch nur Enteignung die Perspektive, die der Planung der BI zu Grunde liegen wuerde.
    Und fuer eine Vorstellung von Verkehr haben wir ja die Neustaedter Str. und den Breitenloher Berg.

    Freundliche Gruesse
    C. Z.

    • Liebe C.
      die gelb markierte Fläche zwischen Fürstenforster Str. und Baugebiet 1 ist gar nicht so steil, wie Du denkst. Es ist die Verlängerung des Akazienwegs.
      Eine Trabantenstadt – wir sprechen eigentlich von einer Trabantensiedlung, aber wir wollen auch keine Wortklauberei betreiben- wird bei Wikipedia wie folgt definiert: „Trabantenstädte sind Vororte einer größeren Stadt, die aber … nicht eigenständig sind, sondern hauptsächlich aus Wohngebieten für Pendler bestehen und sich durch eine geringe Arbeitsplatzdichte auszeichnen.“ Anderer Ausdruck hierfür wäre Schlafsiedlung, was ebenfalls eine zutreffende Bezeichnung ist.
      Das Förderprogramm „Innen statt Außen“ verfolgt die Zielsetzung, leer stehende Gebäude und Brachen in den Ortskernen wieder nutzbar zu machen und Innenentwicklungspotenziale freizusetzen. Die so geförderten Projekte können kostengünstig für eine Wohnbebauung vorbereitet und anschließend als Bauplätze verkauft werden. Weitere Planungsvorgaben kennen wir hierbei nicht.
      Deine Äußerung hinsichtlich Enteignung ist dermaßen haltlos, dass wir darauf gar nicht eingehen wollen. Wir haben ein normales Vorstellungsvermögen von Demokratie. Darin hat Enteignung keinen Platz. Wenn Du Dir die Mühe machst, unseren vorherigen Kommentar nochmals in aller Ruhe nachzulesen, wirst Du feststellen, dass wir lediglich veranschaulichen, was den Anwohnern der Fürstenforster Straße heute schon zugemutet wird. Ob Du davon eine Vorstellung hast? Kaum. Denn weder der Verkehr in der Neustädter Straße noch der Verkehr am Breitenloher Berg donnert direkt an Deiner Haustüre vorbei.
      Ansonsten möchten wir Dich ermuntern, am 03. November an der Wahl teilzunehmen und das anzukreuzen, was Du für richtig hältst.

  6. Liebe Mitbürger,

    am 13.09.2019 hat uns die Gemeinde Burghaslach per E-Mail untersagt, auf die Internetseiten des Marktes Burghaslach zu verlinken.

    Wenn Sie dennoch die Satzungen zur Altortsanierung Burghaslach nachlesen möchten, so gehen Sie bitte auf der Homepage des Marktes Burghaslach auf den Menüpunkt „Rathaus und Bürgerservice“ und dort auf „Städtebauförderung“.

    Alternativ können Sie auch direkt in der Gemeinde vorsprechen und die Einsichtnahme in die Satzungen verlangen.

    Zur Vorgehensweise der Gemeinde sei angemerkt, dass der BGH das Verlinken erlaubt, wenn die entsprechenden Inhalte auf den tieferliegenden Seiten öffentlich zugänglich, also nicht gesondert geschützt sind. Das gilt auch dann, wenn der Verlinkte dies nicht wünscht.

    Andererseits verschanzen WIR uns nicht hinter Gemeinde- und sonstige Verordnungen. Auch beginnen wir kein Gespräch mit den Worten „Keine Diskussion“. Vielmehr respektieren wir die Meinung anderer.

    Aus diesem Grund kommen wir der „Bitte“ der Gemeinde gerne nach. Verpflichtet wären wir jedoch nicht dazu!

  7. Hallo Burghaslach,

    Die Richtung in die Burghaslach geht ist meiner Meinung nach wirklich mehr als bedenklich.

    Man muss sich doch nur die Entwicklung der letzten Jahre bei den Geschäften ansehen.

    -Drei Metzgereien geschlossen

    -Ein einheimischer Bäcker geschlossen, die nachfolgende Bäckerfiliale ebenso

    -Ein Getränkemarkt geschlossen

    -Der Supermarkt schwebt irgendwo zwischen wird geschlossen und bleibt bestehen (falls er geschlossen würde, wäre eine weitere Bäckerfiliale betroffen)

    -Eine Bankfiliale ist ebenfalls geschlossen worden

    -Ein Arzt ist ohne Nachfolger in die wohlverdiente Pension gegangen

    -Ebenso der Apotheker, wobei die Apotheke zum Glück weiterbesteht allerdings nur als Filiale (im schlimmsten Fall also auch nur noch auf Abruf)

    Man kann also sehen was Burghaslach im letzten Jahrzehnt alles verloren hat.
    Von den Leerständen an Wohngebäuden will ich erst gar nicht anfangen.

    Ich kann von daher die Argumente der BI nur unterstützen. Es ist nicht sinnvoll ein riesiges Wohngebiet auszuweisen, wenn gleichzeitig die gesamte Infrastruktur zusperrt. Und das Argument der Gemeinde, dass ohne den Zuzug Geschäfte zusperren oder erst gar nicht eröffnen ist obsolet. Man muss sich ja nur diese Entwicklung der letzten Jahre ansehen, in denen ja wirklich viel gebaut wurde.
    Die Gemeinde sollte daher erst diesem Trend entgegenwirken bevor sie über teure Großprojekte auch nur nachdenkt!

    • Holla, welch durchdachter Kommentar. Herzlichen Dank hierfür.

      Geschäftsauflösungen haben natürlich unterschiedlichste Gründe.

      Aber definitiv sind dies auch Auswirkungen der vorherrschenden Zersiedelungspolitik.

      Immer weniger Menschen im Kernort bedeuten eben auch immer weniger (Lauf)Kundschaft für den Einzelhandel. Es ist ein Unterschied, ob ich mein Frühstücksbrötchen mal kurz um die Ecke hole oder ob ich mich ins Auto setzen muss, weil der Bäcker zwar im Ort, aber doch 1,5 km entfernt ist.

      Und genau hier ist die Gemeinde in der Pflicht.

      Es wäre Aufgabe eines Gemeindevertreters, zusammen mit den Eigentümern der leer stehenden Ladengeschäfte alternative Nutzungsmöglichkeiten zu suchen. In einem Bäckerladen muss nicht zwangsläufig erneut eine Bäckerei einziehen. Dort könnte man sich auch eine Eisdiele vorstellen. Die seit Jahren ungenutzte Disco könnte ein zentraler Treffpunkt für die Jugend werden. Die Bankfiliale könnte zu einem Restaurant mit grandiosem Außenbereich umgestaltet werden.

      Selbstverständlich müssen Nutzungsänderungen von allen Seiten gewollt sein. Fragen kostet jedoch nichts – und hat schon so manche Veränderungen bewirkt.

      Wenn dann noch die Bevölkerungszahlen im Altort steigen, ist Burghaslach auf einem sehr guten Weg.

      Dann kann sich vielleicht auch ein neuer Arzt mit unserem Dorf anfreunden. Bislang war es eher so, dass potenziellen Nachfolgern während den Ortsbesichtigungen das ungute Gefühl übermannte, die einzige Abwechslung hier werden die täglichen Ü70-Parties im praxiseigenen Wartezimmer sein. Die sind für Familienmitglieder natürlich weniger spannend.

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