Das Bürgerbegehren

Auch wir möchten, dass sich Burghaslach entwickelt. Burghaslach soll sein Gesicht verändern. Aber Burghaslach darf sein Gesicht nicht verlieren.

Eine Gruppe von etwa zehn Leuten machte sich daran, ein Bürgerbegehren zu starten mit der Zielsetzung, das geplante überdimensionierte Baugebiet zu begrenzen und die Innenentwicklung Burghaslachs voranzutreiben.

Wir möchten, dass am bestehenden Baugebiet maximal zwei Häuserreihen in Nord-Süd-Ausrichtung als Ortsabrundung angeschlossen werden.

Der Bürgermeister sprach diesbezüglich in einer Gemeinderatssitzung von höchstens acht Bauplätzen, die am geplanten Standort entstehen könnten.

Wir stellen es jedem frei, nachzuzählen, wieviele Häuser am Siedlungsrand in Nord-Süd-Richtung stehen und das Ergebnis zu verdoppeln.

Man wird feststellen, unser Vorschlag ermöglicht definitv mehr als acht Bauplätze. Ja wir behaupten gar, es wären etwa 20 Bauplätze, welche die Gemeinde dort erschließen könnte.

Im Folgenden veröffentlichen wir den Wortlaut unserer formalen Fragestellung für jedermann zum Nachlesen.

Sind Sie für ein nord-südliche Teilflächenbebauung der Flurnummern 741, 742, 743, und 744 als Ortsabrundung (maximal zwei Häuserzeilen) und gegen eine Ausweisung des gesamten Gebietes östlich des bestehenden Baugebietes Griefenberg 5 und 6, Flurnummern 741, 742, 743 und 744 als Neubaugebiet?

  • Wir möchten keine Zersiedelung des Dorfes durch eine monströse Schlafsiedlung. Am geplanten Standort sollen maximal zwei Häuserzeilen in nord-südlicher-Ausrichtung entstehen. Ansonsten sollen vorrangig bestehende Baulücken geschlossen und kleinere Baugebiete an anderen Stellen erschlossen werden, so dass der Ortskern Burghaslach Mittelpunkt des Dorfes bleiben kann.
  • Wir fordern vor einer weiteren Erschließung am geplanten Standort eine Wohnbauflächenbedarfsanalyse und ein tragfähiges Verkehrskonzept.
  • Eine Anbindung über Niederndorf ist keine Alternative!
  • Die Fürstenforster Straße als alleiniger Zubringer ist für die Anwohner unzumutbar, das Abwassersystem marode.
  • Die Fürstenforster Straße ist Schulweg! Wir fordern Sicherheit für unsere Kinder auf diesem zwischenzeitlich gefährlichen Weg.
  • Wir möchten den Anwohnern des Wohngebietes (!) Fürstenforster Straße, die bereits heute unter einer nachweislichen Verkehrsbelastung von mehr als 100 Fahrzeugen pro Stunde leiden, nicht noch mehr Autoverkehr zumuten.
  • Wir möchten den Ortskern stärken, die dortigen Potenziale nutzen und Leerständen entgegenwirken, so wie es auch der Politik der Flächenschonung entspricht, wie sie von der Bayerischen Staatsregierung gefordert und gefördert wird.
  • Mittel- und langfristig sind Projekte der Innenentwicklung die kostengünstigere Alternative. Bei exorbitant steigenden Kosten, wie sie in Burghaslach vorliegen, ist die Innenentwicklung einer Entwicklung im Außenbereich vorzuziehen. Im Innenort sind Straßen, Wasser-, Abwasseranschlüsse und Straßenbeleuchtung bereits vorhanden. Eine vorausschauende Kommunalpolitik ermöglicht es allen Personen, die nicht mobil sind – in der Regel sprechen wir hier von Senioren, aber auch von Jugendlichen – wichtige Orte fußläufig zu erreichen. Ortskerne müssen nicht nur als große Parkplätze fungieren. Ortskerne können lebendig gestaltet werden.
  • Für Burghaslach liegen Sanierungspläne für den Ortskern seit 2013 in den Schubladen. Die Planungen müssten nur realisiert werden.
  • Wir möchten keine Flächenversiegelung in einem Ausmaß von 9,4 Hektar am Ortsrand, während der Kernort zunehmend verödet und Leerstände drohen.
  • Vielmehr schätzen wir unsere Natur. Gerade im eng bebauten Siedlungsbereich dienen die betroffenen Flächen als Naherholungsgebiet, die wir als solche gerne erhalten möchten.

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