Das Treffen im Rathaus

Kritiker des Neubaugebietes hatten beschlossen, nochmals das Gespräch mit dem Bürgermeister zu suchen, um in kleinerer Runde die Bedenken gegen das Vorhaben zu erörtern.

Die Aussprache, an der auch ein Mitarbeiter eines Würzburger Ingenieurbüros, welches mit den Planungen des Neubaugebietes beauftragt ist, teilgenommen hatte, begann mit einer neuerlichen detaillierten Präsentation des Bauvorhabens.

Der Bürgermeister wiederholte seine Argumentation analog der Bürgerversammlung vom 11. März 2019. Er betonte, keine gemeindlichen Bauplätze zur Verfügung zu haben und ein Neubaugebiet in dieser Dimension zu benötigen.

Er blieb bei seiner Meinung, die bestehende Infrastruktur wäre ausreichend. Einziges Entgegenkommen war, über eine Geschwindigkeitsbegrenzung in der Fürstenforster Straße nachzudenken.

Während der anschließenden Diskussion erklärte der Ingenieur auf Nachfrage, dass eine optisch ansprechendere Bebauung des geplanten Wohngebietes in Nord-Süd-Ausrichtung durchaus möglich sei. Das benötigte Regenrückhaltebecken könne flexibel positioniert werden. Allerdings werden seitens der Gemeinde Entwürfe in Ost-West-Ausrichtung gewünscht.

Wohnbauplätze für wen???

Eine Äußerung des Bürgermeisters gegen Ende der Versammlung stimmt uns sehr nachdenklich. In einem wohl unbedachten Moment entrutschte ihm, „er müsse Wohnbauplätze für Schlüsselfeld und Geiselwind schaffen.“

Ob es diesbezüglich Absprachen zwischen den drei Gemeinden gibt, wissen wir nicht.

Aber wir sind der Überzeugung, Aufgabe unseres Bürgermeisters und unseres Gemeinderates ist es, Burghaslach zu unserem Wohle zu entwickeln.

Wohnbauplätze für Schlüsselfeld und Geiselwind auszuweisen, gehört definitiv nicht dazu – so praktisch es für unsere Nachbargemeinden auch wäre.

Spätestens jetzt war klar, dass die Entwicklungen in Burghaslach in die falsche Richtung laufen.

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