Empörte Bürger im großen Rathaussaal
Am 13. März 2019 fand die jährliche Bürgerversammlung im großen Rathaussaal statt.
Zeitgleich hatte die FLZ in ihrer Lokalausgabe über die Dimension des geplanten Neubaugebiets berichtet.
Viele Bürger nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort über das Vorhaben zu informieren. Und wie sich herausstellte, hatte die Mehrheit der Anwesenden starke Bedenken hinsichtlich einer nochmaligen Erweiterungen des Siedlungsgebietes in dieser Größe.
Kritisiert wurden insbesondere
- die bereits jetzt untragbare Verkehrssituation in der Fürstenforster Straße, die ja auch Schulweg ist, als einzige Anbindung an das komplette Siedlungsgebiet.
- das marode Kanalsystem in der Fürstenforster Straße, welches noch größere Abwasserfrachten nicht mehr aufnehmen kann.
- das Ausmaß der Planungen, die eine Zersiedelung des Dorfes nach sich zieht.
- die fehlende Wohnbauflächenbedarfsanalyse.
- fehlende Umsetzungen in den Sanierungsbereichen Mühlgründlein und Altort – die Planungen existieren seit 2013.
- fehlende Bemühungen, alternative Standorte zu erschließen.
- die hohen Folgekosten bei den kommunalen Pflichtaufgaben, deren Finanzierung durch einen höheren Gemeindeanteil an der Einkommensteuer nicht gesichert ist.
Der Bürgermeister betonte,
- es sei ein Fehler gewesen, gleich die große Lösung zu präsentieren.
- die Gemeinde habe noch gar nicht alle überplanten Flächen gekauft.
- es gebe derzeit keine Bauplätze im gemeindlichen Besitz.
- er wolle auch den Nachfahren Ortsansässiger Bauplätze in Burghaslach anbieten können.
- Alternative Standorte wären geprüft, jedoch vom Landratsamt nicht genehmigt worden.
- mit dem Abriss des BayWa-Geländes und der Erschließung der Fläche Am Forstberg seien auch innerörtliche Entwicklungen im Gange. (Dass diese Flächen nur in Zusammenarbeit mit Investoren erschlossen wurden und somit als „normale“ Bauplätze der bauwilligen Bevölkerung eher nicht zur Verfügung stehen werden, erwähnte der Bürgermeister nicht.)
- Die bestehende Infrastruktur wäre ausreichend, Geld für einen zusätzlichen Ausbau sei nicht vorhanden. Im Übrigen wären die Grundstücke in der Fürstenforster Straße groß, die Anwohner könnten sich in die hinteren Bereiche ihrer Anwesen begeben, wenn vorne der Verkehr zu laut sei.
Seriöse Kommunalpolitik sieht anders aus.

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