Wir ALLE zahlen die Folgekosten

(Grafik erstellt von BI auf Basis der Kommunalstatistik Burghaslach 2018)

Durch gemeindliche Pflichtaufgaben wie Wasserversorgung oder – gerade aktuell – Neubau einer Kinderkrippe, die deutlich über 4 Millionen Euro verschlingen wird, steigen die Bruttoausgaben der Marktgemeinde Burghaslach exorbitant. Im Jahr 2017 hatte die Gemeinde ca. 8,186 Millionen Euro investiert.

Burghaslach wächst nur flächenmäßig. Die Bevölkerungszahl bleibt nahezu konstant, Gewerbeansiedlungen sind rar. Folglich steigt die finanzielle Belastung jedes einzelnen Einwohners der Großgemeinde. Denn, um es in den Worten unserer Jugend zu sagen: Die Zeche zahlen wir alle.

Ein überdimensioniertes Neubaugebiet verursacht zusätzliche hohe Folgekosten. Die neu geschaffene Infrastruktur ist zu pflegen und zu erhalten. Das Personal im Bauhof ist jetzt schon überlastet.

Mittel­ und langfristig sind Projekte der Innenentwicklung die kostengünstigere Alternative. Im Innenort ist die technische Infrastruktur wie Straßen, Wasser­, Kanal und Beleuchtung bereits vorhanden und muss selbst dann vorgehalten werden, wenn Anwesen leer stehen.

Es ist ein Irrglaube zu meinen, die Folgekosten einer verfehlten Siedlungspolitik in Burghaslach hätten nur die Bürger des Hauptortes zu tragen. Wir bitten daher auch die Bewohner der Ortsteile: Gehen Sie wählen und stimmen Sie JA für eine sinnvolle Ortsentwicklung.

2 Kommentare

  1. In der FLZ vom 14.04.2021 wird im Artikel „Ein monströses Werk“, gemeint ist der Haushalt 2021, unser Bürgermeister mit folgenden Worten zitiert: „Wir leisten uns nicht viel Schnick-Schnack, das sind alles Pflichtaufgaben.“

    Dass diese Situation eintreten wird, haben wir bereits während des Bürgerbegehrens immer wieder erklärt.

    Aber schön, dass uns Herr Luther zwischenzeitlich auch zustimmt.

  2. Der Kämmerer wird für seine bezahlte Arbeit (das ist sein Job) überschwänglich gelobt. Braucht er doch nur fünf Monate mehr Zeit als sein Vorgänger. Der Umfang des Haushalts hat sich nicht viel verändert. Fast alle großen Investitionen fallen in die Zeit vom ehemaligen Kämmerer. Städtebauförderung, Kläranlagen, Neubaugebiete, Schwimmbadumbau und Dorferneuerungen. Und das zu einer Zeit mit weniger Personal in der Verwaltung und gleichbleibender Einwohnerzahl. Hier wird Dienst nach Vorschrift als Heldentat verkauft!!

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