Jedem Jugendlichen seinen Bauplatz

… oder wie sollen wir die nachfolgende Aussage verstehen?

„Geben Sie vor allem unserer Jugend, Familien und auch Neubürgern die Chance, ein Wohnbaugrundstück nach ihren Wünschen zu erwerben“, so die Gemeinde.

Ja, die Hosler Jugend möchte unbedingt oben am Berg Wohnbaugrundstücke kaufen und wegen des herrschenden Bauzwangs binnen fünf Jahren Häuser errichten. Ganz bestimmt!

Die Jugend würde sich sicherlich mehr über ein einziges Jugendhaus für alle freuen, um einen Treffpunkt für gemeinsame Aktivitäten jenseits vom Fußballplatz zu haben.

Und nachdem das Leben eines Jugendlichen hier in Burghaslach besonders spannend ist, wäre selbst eine starre Busverbindung raus aus dem Dorf tausendmal interessanter als ein eigenes Wohnbaugrundstück.

Wenn der heute angesprochene Jugendliche in das passende Alter kommt, um über eine eigene Immobilie nachzudenken, ist er ohnehin längst weggezogen, da in Burghaslach nach Meinung der Bürgervertreter keine neuen Gewerbeansiedlungen inklusive Arbeitsplätze erstrebenswert sind.

Oder aber die Bauplätze sind weg. Wir verramschen nämlich unsere Flächen aufgrund der „hohen Nachfrage aus der Region.“ Und gar nicht vergessen dürfen wir, dass wir nach Aussage des Bürgermeisters „Bauplätze für Schlüsselfeld und Geiselwind schaffen müssen!“

Wir finden es schade, dass nun schon Jugendliche herhalten müssen, um die sinnfreie Erschließung eines überdimensionierten Baugebietes zu rechtfertigen.

Wenn die Gemeinde etwas für unsere Jugend tun möchte, sollte sie sich auf ihre kommunalen Pflichtaufgaben besinnen. Zu diesen zählen unter anderem das soziale und kulturelle Wohl und die Förderung des Gemeinschaftslebens der Einwohner – und somit auch der Jugendlichen!

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